Frühestens Ende Januar wieder im Spielbetrieb

Kein Handball im Dezember und wohl auch nicht im Januar, jedenfalls nicht in Wettkampfform: Darüber bestand bei den Spieltechnikern und den Vereinsvertretern große Übereinstimmung. Die Hoffnung ist, dass ab Januar ein Handballtraining wieder möglich sein soll. Drei Wochen Vorlauf im Training will der Verband den Teams dann geben. Eine Planung, die von der Pandemie-Entwicklung indes schnell über den Haufen geworfen werden könnte.

Die Planungen jedenfalls laufen für den günstigsten aller Pandemie-Verläufe – mit zusätzlichen Optionen für den Fall, dass es doch später losgeht. Folgende Ideen gibt es, die nun in den Vereinen diskutiert werden sollen, um dann später – vor allem nach weiteren Vorgaben der Politik – noch einmal in einer Videokonferenz abschließend besprochen zu werden:

Saisonende laut Spielordnung am 30. Juni

Klar ist, dass der Verband die nach den ersten beiden Spieltagen ausgesetzte Hinrunde irgendwie zu Ende spielen will. Annullierte Spiele wird es nicht geben. Sollte man Ende Januar einsteigen können, wird der Spielplan wie erstellt fortgesetzt – die ausgefallenen Spiele aus November, Dezember und Januar werden angehängt, dazu gäbe es auch Nachholspiele unter der Woche. Günstigstenfalls wäre die Hinrunde im April oder Mai beendet.

Hier gibt es drei Varianten: Die Saison endet laut Spielordnung am 30. Juni. Sollte bis dahin nur allein die Hinrunde beendet sein, so würde die Hinrundentabelle für die Ermittlung von Auf- und Absteigern zu Rate gezogen werden können. Variante zwei sähe eine verkürzte Rückrunde in erster und zweiter Tabellenhälfte vor, um so Auf- und Absteiger zu ermitteln. Variante drei ist die Play-off-Variante: Hier würden die Teams auf Rang eins bis vier im K.o.-Modus den Aufsteiger ausspielen, die Teams auf Rang fünf bis zwölf analog die Absteiger. Sowohl für die zweite als auch für die dritte Variante müsste indes als Grundlage genügend Zeit vorhanden sein. Hier sahen viele skeptische Vereinsvertreter denn auch das Hauptproblem. Der Glaube daran, dass die Saison noch einmal richtig Fahrt aufnimmt, ist nicht überall vorhanden. „Wenn gar nichts geht, dann wird es keine Auf- und Absteiger geben und einen entsprechenden Neustart im Herbst“.

Play-off-Variante könnte Zuschauer generieren

Andreas Tiemann, Staffelleiter des Handballverbands Westfalen: „Der Handball muss präsent bleiben, deshalb muss es auch das Ziel sein, die Saison zu Ende zu spielen.“ Einen Abbruch oder eine Runde auf freiwilliger Basis sieht er allenfalls als Ultima Ratio. „Deshalb geht es auch darum, dass wir im April oder Mai wieder vor Zuschauern spielen wollen – und zwar mit so interessanten Spielen, dass die Hallen voll werden und die Vereine so zumindest noch ein paar Einnahmen haben“. Für diese Ziel wäre die Play-off-Lösung eine hochinteressante. Doch ob das überhaupt ein Thema wird? Die Zeit muss es zeigen.

Aus einem Bericht von come-on.de Lüdenscheid

FreshJoomlaTemplates.com
Handballspielgemeinschaft Lennestadt-Würdinghausen