VFL Gummersbach bei der HSG

Erstellt am Dienstag, 26. August 2014

 Aus der WP vom 20.7.2014:

VfL Gummersbach und HSG bereiten Fans tolles Handballfest zum runden Geburtstag

Die HSG Lennestadt/Würdinghausen mit ihren Gästen vom VfL Gummersbach (blaue Trikots).Foto: mewa

Meggen. Es war ein tolles Handballfest und ein würdiges Geschenk, welches der Handball-Bundesligist VfL Gummersbach dem SV Würdinghausen zum 50. Geburtstag überbrachte.
Das Ergebnis von 16:48 (8:22) spielte keine Rolle. Die 300 Zuschauer die in der Sporthalle Auf’m Ohl dieses Spiel sahen, wurden nicht enttäuscht.
Jeder, der nicht da war, hatte etwas versäumt. Es war wie bei einem Spiel in der Handball–Bundesliga. Beide Mannschaften hatten ihre Einlaufkinder und diese hatten sich den Beifall der Fans redlich verdient. Später waren die Minis mit Wischern und Handtüchern bewaffnet und bei den feuchten Temperaturen in der Halle im Einsatz.
Drei Tore gegen den „Hexer“

 


Es war nicht das erste Mal, dass der VfL Gummersbach in Meggen sein Können demonstrierte. Bereits vor 33 Jahre spielte der VfL an gleicher Stelle. Würdinghausens Vorsitzender Reinhard „Max“ Thiedemann erinnerte sich bei der Begrüßung der Gäste: „Wir haben 1981 gegen die damals beste Mannschaft der Welt gespielt. Das Ergebnis war mit 27:43 unerheblich. Ich habe drei Tore gegen Nationaltorhüter Andy Thiel geworfen. Der „Hexer“ war total bedient“.
Vollgas-Handball
Am Samstag war der VfL Gummersbach als wieder da. Das war ein unvergessener Tag für den Nachwuchs. Der Gummersbacher Trainer Emir Kurtagic hatte von seiner Truppe, die am Vortag beim Dritt-Bundesligisten Eintracht Hagen mit 25:23 verloren hatte, Vollgas-Handball verlangt.
Die Handball-Profis aus dem Oberbergischen hielten sich an die Vorgaben ihres Trainers: „Für uns ist das Spiel wichtig, um Spielverständnis zu erlangen, auch um die neuen Spieler ein zu bauen. Aber wir wollen den Gummersbacher Handball im Kreis Olpe bekannter machen und mit unserem Auftritt neue Fans in die Schwalbe-Arena locken“.
Motivation für die Saison
Unter ganz anderen Vorzeichen sah der Lennestädter Trainer Torsten Arens diese Begegnung. „Es ist ein Highlight für jeden Handballer, gegen den VfL Gummersbach spielen zu dürfen. Eine einmalige Angelegenheit in einer Handball-Laufbahn. Ein gutes Ergebnis ist für unsere Saison-Vorbereitung und die neue Meisterschaft eine zusätzliche Motivation“.
Schulte erzielt erstes HSG-Tor
Der Handball-Bundesligist aus dem Oberbergischen legte los wie die Feuerwehr und mit Tempohandball gingen sie schnell mit 6:0 in Führung. Unter dem Jubel der Fans erzielte HSG–Spielführer Sebastian Schulte den 1:6 Anschlusstreffer.
In der Anfangsphase erwies sich Weltmeister- Torhüter Carsten Lichtlein als ein unüberwindbares Bollwerk und leitete immer wieder Tempogegenstöße ein.
Nach der Pause hatte die verstärkte Lennestädter Truppe ihre beste Phase. Unter frenetischen Jubel erzielten die HSG-ler durch Thomas Hebbecker und Jens Rölle drei Tore in Folge zum 12:24. Anschließend spielte der Bundesligist routiniert die Begegnung zu Ende.
Weltmeister Lichtlein volksnah
Volksnah zeigte sich VfL–Keeper Carsten Lichtlein. Er schrieb geduldig Autogramme und ließ sich von den Fans per Handy fotografieren. „Für mich kommt ein Rücktritt aus der Nationalmannschaft nicht in Frage. So lange ich gesund und fit bin, spiele ich gerne im Trikot mit dem Adler“.
Rickerts Doppeleinsatz
Einen harten Nachmittag hatte der Lennestädter Torhüter Hendrik Rickert. Zuerst spielte er noch in der A-Jugend des TV Saalhausen und anschließend gegen den VfL Gummersbach und das auch noch Klasse. Welch ein Sprung. „ Es war egal, ob ich vorher gespielt habe. Gegen den VfL Gummersbach spielt man nicht immer“. Das Schlusswort kam vom Lennestädter Spielführer Sebastian Schulte: „ So ein Spiel muss man erlebt haben“.
HSG Lennestadt/Würdinghausen
Hendrik Rickert, Robin Cramer, Dominik Krengel; Felix Beste, Christopher Schmitt, Sebastian Schulte (1), Thomas Hebbeker (3), Fabian Berg, Jens Rölle (3), Ali Bivolaku, Simon Hofrichter, Olivier Christen, Josha Bertels, Frederick Heimes (1), Peter Schneider – Bickmann, Lucas Simon (2), Christian Bölsing, Frank Friedrichs, Fabian Wurm (2).
VfL Gummersbach
Carsten Lichtlein, Niklas Fleekers; Christoph Schindler (5), Andreas Schröder (3), Philipp Jäger (6), Florian von Gruschalla (2), Joackim Larson (5), Andreas Heyme (4), Alexander Becker (3), Serdja Predagovic (3), Mark Bult (5/2), Magnus Persson (6/2), Julius Kühn (3), Jens Jonsson (3).

Meinolf Wagner

 

 

Handballspielgemeinschaft Lennestadt-Würdinghausen