Wenn der Sport zur Nebensache wird

Am vergangenen Sonntag war es wieder so weit. Nach zwei langen Wochenenden ohne Handball in der Lennestadt und in Würdinghausen durften die Herren Mannschaften der HSG wieder ins Geschehen eingreifen. Heimspielsonntag hieß es im Vorhinein und dieser versprach Einiges.

Die Zweite Mannschaft benötigte zum Weiterkommen in die Meisterrunde der Kreisliga B einen Sieg oder ein Unentschieden gegen den HSV Plettenberg/Werdohl. Dies sollte auch am Ende gelingen, die Jungs von Trainer Ali Bivolaku und Simon Hofrichter konnten ein 26:26 für sich erringen.
Ringen trifft es hier sehr gut, denn es war ein harter Kampf, der von Beginn des Spiels nicht zunächst nicht aufkommen wollte, denn die HSG Reservisten konnten sich schnell auf 5 Tore absetzen. Doch dies sollte nicht lang so bleiben. Unkonzentriertheiten in Abwehr und Angriff und ein immer besser aufspielender HSV ließen die HSG 2 über weite Strecken hart arbeiten. So waren es zur Halbzeit nur 2 Tore die beide Mannschaften trennten und die nach der Halbzeit auch keinen Bestand mehr haben sollten. Es war ein reines Hin und Her in Durchgang 2 in dem sich keine Mannschaft absetzen konnte und es so am Ende verdient Unentschieden ausging.

Im Zweiten Spiel des Heimspielsonntags kam es dann zum Aufeinander Treffen des Tabellenersten der HSG und dem Tabellenletzten dem HTV Litffeld-Eichen. Dieses Spiel sollte unter einem besonderen Vorzeichen geführt werden, denn die Jungs um Trainer Klaus Krass trugen nicht ihre Standarttrikots, sondern eigens für das Spiel angefertigte Trikots, auf denen ein Storch mit einem Frosch im Maul zu sehen war, der den Storch würgte. Ein Bild was dafür steht niemals aufzugeben und es stand für die mentale Unterstützung der langjährigen Betreuerin Helga Hartmann. Ihr wurde vor einigen Wochen diagnostiziert, dass sie schwer krank ist. Helga ist unsern Jungs in den letzten Jahren schwer ans Herz gewachsen und auch so hat sie viel für den Verein getan, sodass diese „kleine“ Geste ihr zeigen sollte, das Team denkt an sie und steht hinter ihr.

Im Spiel selber kam die HSG nicht so gut in Fahrt und musst am Anfang direkt drei schnelle Tore hinnehmen und einem Rückstand hinterherlaufen und auch so fand man nicht wirklich in den Tritt der Wochen vor der Herbstpause. Fehlpässe und Unkonzentriertheiten im Abschluss führten dazu das Littfeld über das komplette Spiel gesehen immer wieder heran kam und die Hoffnung etwas zählbares aus Lennestadt mitzunehmen bei den Siegerländern nie erstickt werden konnte. Der Halbzeit stand von 19:12 machte sich auf der Anzeigetafel zwar sehr gut, aber welcher Aufwand dafür betrieben wurde stand nicht dort oben. Auch in Durchgang zwei war die Konzentration leider Mangelware, was Littfeld wieder heran kommen ließ doch das Spiel plätscherte so dahin. Einen Aufreger gab es dann noch als Lars Gatermann verletzt vom Platz musste. Der Mann mit der 27 war einem Mitspieler im Zweitkampf zur Hilfe gekommen und musste dafür bezahlen. Seine Nase war das Opfer vom Ellenbogen des Gegenspielers geworden und das Spiel für den Mann aus Plettenberg beendet.
Am Ende ein Spiel was man gewinnen musste und was die Jungs um Trainer Klaus Krass weiter an der Tabellenspitze hält, jedoch zeigt es auch dass man für die kommenden Wochen noch einiges wieder draufpacken muss. Jetzt kommen die Derbywochen. Erst heißt es Attendorn-Ennest und dann kommt der TVS gegen die man sich in den letzten Jahren ohne Olpe und Attendorn in der Liga gehabt zu haben, unerbittliche Derbys geliefert hat.

„Es war am Ende eine Pflichtaufgabe für meine Jungs das Dingen zu gewinnen, doch für die nächsten Wochen müssen wir uns was einfallen lassen und um einiges steigern. Der Sport war hier und heute aber nur Nebensache."

Handballspielgemeinschaft Lennestadt-Würdinghausen