Damen II vs. TuS Plettenberg 91/55 14:35
Für die HSG Lennestadt-Würdinghausen Damen II setzte es am Samstag, 13.12. in der Frauen-Kreisliga Lenne-Sieg eine deutliche 14:35-Heimniederlage gegen den TuS Plettenberg 91/55.
Schon früh zeichnete sich ab, dass es ein schwerer Nachmittag werden würde – weniger, weil die HSG nicht in Ansätzen mithalten konnte, sondern weil sie sich das Leben über weite Strecken selbst unnötig schwer machte.
Ausgeglichener Start – dann reißt der Faden schnell ab
Die Anfangsminuten verliefen noch relativ offen. Nach dem frühen 0:1 per Siebenmeter glich die HSG kurz darauf zum 1:1 aus, wenig später stand es 2:2.
Doch danach kippte die Partie Schritt für Schritt. In der ersten Halbzeit häuften sich bei Lennestadt-Würdinghausen die technischen Fehler und Ungenauigkeiten: unpräzise Pässe, unsaubere Ballannahmen und überhastete Abschlüsse brachten Plettenberg immer wieder in Ballbesitz – und damit in Tempo.
Genau hier lag der Knackpunkt: Das Rücklaufverhalten der HSG war phasenweise katastrophal bzw. praktisch nicht vorhanden. Plettenberg nutzte das konsequent und bestrafte Ballverluste mit schnellen Gegenstößen. Parallel dazu agierte die Abwehr der HSG zu passiv: zu wenig Zugriff, zu große Abstände, zu seltenes Heraustreten – Plettenberg kam häufig ohne großen Widerstand in Wurfpositionen.
So wuchs der Rückstand früh deutlich an: Nach gut 11 Minuten lag die HSG bereits mit fünf Toren hinten (3:8). Zwar nahm die HSG beim Stand von 3:7 eine frühe Auszeit, doch der gewünschte Stabilisierungseffekt blieb aus. In der Folge zog Plettenberg weiter davon – aus einem 4:14 (17. Minute) wurde bis zur Pause ein 7:18.
Auffällig: Selbst in Phasen, in denen die HSG vorne mal zu Treffern kam, folgte hinten oft umgehend der nächste Gegentreffer – ein Muster, das sich durch das Spiel zog.
Zweite Halbzeit: kurz besser – dann wieder zu anfällig
Nach dem Seitenwechsel war zunächst erkennbar, dass Lennestadt-Würdinghausen sich nicht kampflos ergeben wollte.
Doch Plettenberg blieb stabil, während die HSG weiter zu anfällig blieb – vor allem in der Rückwärtsbewegung und im Abwehrverbund. Zwischen der 40. und 51. Minute wurde der Abstand erneut massiv größer: Aus HSG-Sicht ging es über 9:22 und 9:27 bis auf 10:30.
Die HSG versuchte gegenzusteuern und nahm Mitte der zweiten Halbzeit eine Auszeit, aber auch danach riss Plettenberg das Spiel wieder an sich. Symbolisch für den gebrauchten Tag: In der Schlussphase ließ die HSG sogar noch einen Siebenmeter liegen – während Plettenberg weiter fast nach Belieben zu Toren kam.
Immerhin: Ganz am Ende gelangen der HSG noch einige Treffer für das Ergebnis, bis zum Schlussstand von 14:35.
Fazit und Ausblick
Unterm Strich war es eine klare Niederlage, die vor allem durch eigene Schwächen begünstigt wurde: viele technische Fehler und Ungenauigkeiten in Halbzeit eins, ein nicht ausreichend vorhandenes Rücklaufverhalten und eine insgesamt viel zu passive Abwehr. Plettenberg musste dafür nicht einmal „zaubern“, sondern gewann vor allem über Konsequenz, Tempo und einfache Tore.
Auf die Mannschaft wartet nun eine Menge Arbeit, um diese Schwächen wegzutrainieren: sauberere Abläufe im Angriff, deutlich mehr Verbindlichkeit im Umschalten nach Ballverlust – und ein mutigeres, aktiveres Verteidigen mit klaren Absprachen und mehr Zugriff. Wenn die HSG diese Baustellen angeht, können solche Spiele künftig trotz starker Gegner wesentlich enger gestaltet werden.
HSG Lennestadt-Würdinghausen: Reichmann (1), Droste, Cordes, Gabriel (3), Arens (2), Schmidt (3), Neuhaus, Döhring (2), Kröhnert (3), Hardenacke







